Schlau war es nicht – aber geil

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Seit Tagen überlege ich mir wie ich Silvester entkommen könnte. Gehe nur sehr selektiv ans Telefon und selten aus dem Haus . Ich mag Silvester nicht auf diesen Feiern fühle ich mich wie ein

Punk mit bunten Haaren und zerrissenen Klamotten  in der Oper, völlig deplatziert, alle starren mich an. Das liegt an meiner Unfähigkeit belangloses auszutauschen, Smalltalk ist für mich unendlich anstrengend. Ich wähnte mich schon am Ziel, da klingelt es. Mein bester Freund ( der einzige wirkliche, der noch übrig geblieben ist ) steht grinsend vor der Tür. Ich kenne diesen Blick, Widerstand ist zwecklos. Ich ziehe mich um, und bin 10 Minuten später auf dem Weg ins Fegefeuer. Was solls, feiern wir halt Silvester.
Die Stimmung war anfänglich so la la , aber zu vorgerückter Stunde, wurde es immer lustiger und lockerer. Ich habe mich von der guten Stimmung anstecken lassen, ertappte mich auf der Tanzfläche, hatte einige Drinks, ja trotz Medikamente. “Pssst” nicht weitersagen ! Ich hatte  so viel Spaß, das ich für einige Zeit diesen verdammten Heckenschützen in meinem Kopf vergessen konnte, von Depression keine Spur.
Vier Uhr Morgens, ich komme nach Hause, und falle erschöpft aber zufrieden ins Bett. Keine Ahnung, wann ich das letzte mal so spät nach Hause gekommen bin. Stunden später wache ich wieder auf und den ” Kater” habe ich mir redlich verdient, die Limetten in der letzten Caipirinha waren anscheinend schlecht.
Ich wünsche euch allen einen guten Start in das Jahr 2017. Das ihr viele kleine Ereignisse erlebt, die euch auf positive Gedanken bringen und euch eure Depression wenigsten für den Moment vergessen lässt. Verändert kleine Dinge im neuen Jahr und es wird euch besser gehen, denn kleine Erfolge ist das was ihr gegen eure Depression braucht und sie nicht liebt.

Pius Blym

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